Eigentlich wollte ich auf den Release der Steam Machine von Valve warten und erst anhand von Preis und Leistung entscheiden, ob ich mir eine fertige Box kaufe oder erneut selbst einen PC zusammenstelle. Da es bislang jedoch noch kein fixes Veröffentlichungsdatum für die Steam Machine gibt und ich einige Komponenten zu einem sehr vernünftigen Preis gefunden habe, habe ich mich schließlich dazu entschlossen, meinen Gaming-PC wieder selbst zu bauen.

Da ich auf Bazzite setze und AMD-Grafikkarten unter Linux derzeit die beste Unterstützung sowie die stabilsten Treiber bieten, fiel die Wahl auf eine Kombination aus AMD-CPU und AMD-GPU. Besonders wichtig waren mir bei diesem Build folgende Punkte:

  • hohe Energieeffizienz
  • geringe Geräuschentwicklung
  • starke Gaming-Leistung
  • kompakter Formfaktor

Daher habe ich mich für die folgenden Komponenten entschieden:

  • ASUS ROG Strix B650E-I Gaming WiFi Mainboard
  • AMD Ryzen 5 7500F
  • KINGSTON FURY 16GB, DDR5-6000
  • BIWIN Black Opal NV7400 M.2 PCIe Gen4 SSD 1TB
  • TR AXP120-X67 Low-Profile-CPU-Luftkühler mit 120mm
  • SAPPHIRE Pulse Radeon RX 9070, 16GB GDDR6
  • ASUS ROG Loki SFX-L 750W Platinum vollmodulares Gaming Netzteil
  • Noctua NF-A14x25 G2 PWM Sx2-PP
  • Fractal Design Ridge Weiß
  • MoKo 400 x 300 mm DIY PC Kühler Staub Mesh Filter

Der Zusammenbau ging erfreulich schnell und unkompliziert von der Hand. Das Gehäuse bietet ausreichend Platz, ist durchdacht aufgebaut und sinnvoll in einzelne Bereiche unterteilt. Dadurch war der Zugang zu den einzelnen Komponenten jederzeit angenehm einfach und das Kabelmanagement ließ sich sauber umsetzen.

Bereits beim Zusammenbau habe ich zusätzlich Staubfilter an den Lufteinlässen montiert, um den Innenraum langfristig sauber zu halten und den Wartungsaufwand zu reduzieren.

Die beiden vorinstallierten 140-mm-Lüfter von Fractal Design habe ich inzwischen durch zwei Noctua NF-A14x25 G2 ersetzt, da einer der ursprünglichen Fractal-Lüfter störende Geräusche verursacht hat (vermutlich kaputtes Lager). Seit dem Austausch arbeitet das System deutlich leiser.

Für alle, die sich für die Temperaturen und den Stromverbrauch unter Last interessieren: Die CPU erreicht unter Gaming-Last etwa 60 °C, während sich die GPU bei rund 64 °C einpendelt – und das bei einer nahezu lautlosen Kühlung. Selbst unter längerer Belastung bleibt das System angenehm leise und die Lüfter drehen nur moderat auf.

Der gesamte Stromverbrauch des Systems liegt unter Last bei ungefähr 240 Watt. In einzelnen Lastspitzen konnte ich kurzfristige Ausschläge von bis zu 310 Watt messen, was jedoch nur selten vorkommt und im normalen Betrieb kaum eine Rolle spielt.

Insgesamt bin ich mit den Temperaturen, der Lautstärke und der Energieeffizienz mehr als zufrieden. Für die gebotene Leistung sind das aus meiner Sicht hervorragende Werte, insbesondere im Hinblick auf den kompakten Formfaktor und den leisen Betrieb des Systems.

Hier noch ein paar Bilder ;)