Wir lieben den Komfort der Cloud. Sie ist günstig, sie ist überall verfügbar und sie funktioniert einfach. Jahrelang war Microsoft OneDrive für mich die perfekte Lösung. Mit einer Familienlizenz für ca. 60 € im Jahr und 1 TB Speicherplatz pro Person war alles abgedeckt. Die native Integration in Windows machte den Dienst fast unschlagbar bequem.

Doch warum habe ich dieses komfortable System plötzlich verlassen? Die Antwort liegt in zwei Worten: Digitale Souveränität.

Warum OneDrive für mich zum „No-Go“ wurde

Es gab für mich zwei Punkte, die meine Einstellung grundlegend geändert haben:

  • Die „unsichtbare“ KI:
    Microsoft aktiviert Gesichtserkennungen in Familienfotos. Wenn man nicht genau weiß, wo diese Daten landen und wer sie analysiert, ist das ein massiver Vertrauensbruch. Siehe folgenden Beitrag auf Golem.de

  • Das Risiko des „Lockouts“:
    Wer seine gesamte digitale Identität bei einem einzigen Anbieter speichert, spielt ein gefährliches Spiel. Ein falscher Algorithmus oder eine unwillkürliche Sperre des Microsoft-Accounts kann dazu führen, dass man den Zugriff auf alle privaten Daten verliert – schlagartig und ohne Rücksprache. Siehe folgenden Beitrag auf Heise.de

Fazit: Wenn wir unsere Daten nicht selbst hosten, geben wir die volle Kontrolle ab. Und das wollte ich nicht mehr.

Die Qual der Wahl: Nextcloud, Seafile oder OpenCloud?

Die Suche nach der perfekten Self-Hosted-Alternative war eine Reise durch verschiedene Technologien.

Nextcloud war ein bekannter Kandidat, aber für mich gab es ein großes Hindernis: Die Performance. Die Weboberfläche wirkt im Vergleich zu modernen Standards oft träge.

Seafile versprach zwar Geschwindigkeit, schränkte mich aber in der kostenlosen Version auf drei Nutzer ein. Das ist für meine Anforderungen zu wenig.

OpenCloud überzeugte mich letztlich durch seine hohe Performance und die effiziente, datenbankfreie Architektur.

Warum OpenCloud die richtige Wahl war

OpenCloud (von der Heinlein Gruppe) überzeugt vor allem durch seine technische Architektur.

Da die Software in Go geschrieben ist, läuft sie direkt auf der Maschine ohne den Overhead von Interpretern (wie bei PHP). Das sorgt für extrem schnelle Antwortzeiten. Dank einer datenbankfreien Architektur und einem Microservice-Ansatz bleibt das System auch unter Last stabil und flüssig. Außerdem ist OpenCloud konsequent auf DSGVO-Konformität ausgelegt.

Wer also den Komfort der Cloud sucht, aber die Kontrolle über seine Daten behalten möchte, sollte sich OpenCloud definitiv ansehen.

Eine Demo-Version zum Testen findest du hier: OpenCloud Demo

Wie man OpenCloud mittels Docker Compose installiert kann man auf der offiziellen GitHub Seite von OpenCloud nachlesen.