Als Kind der 80er, habe ich schon so einige Windows Versionen mitgemacht. Von Windows 3.1 bis zum heutigen Windows 11. Eigentlich war ich ein recht treuer Windows Kunde.
Eines meiner lieblings Betriebssystemen war das damalige Windows XP. Ein echt tolles und wie ich finde auch sehr stabiles System. Als leidenschaftlicher Gamer, gab es für mich sowieso nie eine andere Alternative und somit bin ich auch bei Windows geblieben.
Im Laufe der Zeit hat sich aber so einiges geändert und dank des Steam Decks ist Gaming auf Linux Systemen immer mehr in den Fokus gerückt. Auch die Gaming Performance ist in den letzten Jahren stetig besser geworden. Im Vergleich zu Windows bietet Linux fast die selbe Gaming Performance (zumindest unter AMD Grafikkarten).
Ein "Wermutstropfen" sind aber Games, welche auf einem "Kernel Level Anti Cheat System" aufbauen. Diese funktionieren nicht unter Linux, da kein Kernel Zugriff möglich ist. Doch dies könnte sich in naher Zukunft ändern. Spätestens seit dem Crowdstrike-Disaster hat Microsoft offiziell angekündigt, dass Sicherheits-Software aus dem Kernel ausgeschlossen wird. Dadurch müssen sich Spielehersteller neue Wege überlegen um ein Anti Cheat System zu implementieren und vielleicht ist dies auch gleich mit Linux kompatibel :)
Warum ich von Windows zu Linux gewechselt habe
Es gab einige Gründe warum ich von Windows auf Linux wechseln wollte. Für mich gab es aber einen Hauptgrund wo für mich eine rote Linie überschritten wurde. Das Einführen des Account Zwangs bei der Windows 11 Installation. Wer kommt auf die grandiose Idee, dass ich meinen Computer ohne ein Online Microsoft Konto nicht nutzen kann?
Ja ich weiß es gibt Möglichkeiten bei der Installation mittels "SHIFT + F10" und dem Terminal, einen lokalen Account zu erstellen, aber dass ist für die Mehrheit der User keine Option, da Sie dies vermutlich nicht einmal kennen. Außerdem ist es nur eine Frage der Zeit bis Microsoft auch das sperren wird.
Weitere Gründe, weshalb ich zu Linux gewechselt habe:
- richtige Privatsphäre
- Bessere Stabilität und Updates welche funktionieren.
- Keine Lizenzkosten (ja Linux ist gratis)
- Programm & System Updates müssen nicht einzeln gemacht werden. Einfach ein Update in Linux starten und es wird alles auf den neuesten Stand gebracht. Auch die Programme !!!
- kein Account Zwang
- läuft auch auf älterer Hardware und dies teils besser als Windows
Welche Linux Distribution ist es für mich geworden?
Kommen wir jetzt zur Frage des Tages für welches Linux System ich mich entschieden habe. Da ich, wie oben bereits erwähnt, ein leidenschaftlicher Gamer bin, sind für mich nur drei Distributionen in Frage gekommen. Bazzite, CachyOS und Nobara Linux.
Ich habe alle drei getestet und am Ende habe ich mich für Bazzite entschieden, da ich ein sehr großer Freund von immutable Systemen bin. Ja CachyOS ist vielleicht den Ticken schneller und hat noch weitere Optimierungen, aber wenn ich nach einem Update immer bangen muss ob das System wieder hochfährt, dass finde ich nicht so prickelnd ;).
Wenn bei Bazzite etwas nicht funktioniert dann wähle ich beim Neustart einfach die alte Version aus und alles ist wieder so wie vorher. Kein herum Gefrickel im Terminal oder sonstiges.
Anbei einige Vorteile eines solchen immutable Systems:
- Read-Only Root-Dateisystem: Das Betriebssystem kann nicht versehentlich oder durch Schadsoftware modifiziert werden.
- Atomare Updates: Updates werden vollständig installiert oder gar nicht. Bei Fehlern wird ein neues Image geladen, oder das System bootet in den letzten funktionierenden Zustand.
- Trennung von System und Anwendungen: Anwendungen laufen oft in isolierten Containern wie Flatpak, getrennt vom Basissystem.
Linux in der Familie?
Auch in der Familie konnte ich bereits den ein oder anderen von den Vorteilen von Linux überzeugen. Auf einigen Geräten konnte wegen eines fehlenden TPM 2.0 Chips, nicht "offiziell", auf Windows 11 upgegradet werden (Windows 11 Anforderungen).
Da diese Rechner aber noch voll funktionsfähig sind und eine Neuanschaffung von Hardware nicht notwendig war, habe ich diese Rechner kurzer Hand, mit dem sehr Einsteiger freundlichen ZorinOS, neu installiert. Dieses Linux basiert auf Ubuntu und erinnert stark an ein Windows 10.
Daher ist der Umstieg für die User auch recht leicht gefallen.